Mittwoch 10. Juli 2019 - Der Schatz der Schätze

Die erfolglose Schatzsuche gestern Abend nagte natürlich auch heute Morgen noch an der gesamten Crew. Aus den Hinweisen, die sich am Grab von Oswaldo befanden, konnte unsere Navigatorin Lady Jane glücklicherweise eine geeignete Route zum tatsächlichen Standort des Schatzes finden. Wir machten uns dann auch kurz nach dem Z’Morgä bereit zum Abmarsch. In den Rucksack kam neben Sonnen- und Regenschutz auch ein feiner Lunch, damit wir unterwegs nicht verhungern.

Die Route der Navigatoren führte uns ans Ufer der Totenkopfinsel, wo wir sogleich mit der Gondel auf den Totenkopfberg hinauf fuhren. Wir mussten dafür sogar einmal umsteigen, sodass wir oben mit einem Sessellift, statt einer Gondel ankamen. Das Versteck des Schatzes war allerdings nicht mit Gondel, Schiff oder ähnlichem zu erreichen. Deshalb mussten wir den langen und teilweise auch recht anstrengenden Weg zu Fuss hinter uns bringen. Wir waren überrascht, wieviele Landratten uns unterwegs über den Weg liefen, schliesslich war die Totenkopfinsel ja nur unter Seefahrern bekannt.

Nach stundenlangem Latschen (wie es einige der jungen Crewmitglieder ausdrücken würden) assen wir an einem schönen Plätzchen unseren Lunch. Als die Bäuche gefüllt und die Energietanks somit aufgefüllt waren, brachen wir auf, um die letzten Meter zwischen uns und dem Schatz zu vernichten. Wir kamen am Ort an, welcher auf der Karte mit einem grossen roten Kreuz markiert war und nach etwa zehn Minuten Detektivarbeit, fand einer unserer Piraten endlich die Schatztruhe. Überglücklich stürzte sich Kapitän Tuck auf seinen Schatz, doch er musste mit Schrecken feststellen, dass die Truhe nicht aufging. Es hing kein Schloss daran und mehrere Piraten versuchten gemeinsam den Deckel zu öffnen, doch der Schatz wollte sich uns einfach nicht offenbaren. So entschieden wir, die Truhe erst einmal verschlossen auf die Véronicà mitzunehmen. Die Leiter sollten sich dort etwas überlegen, um sie zu öffnen.

Wir machten uns also auf den Rückweg zum Schiff und fanden nach dem wirklich erschöpfenden, unverhältnismässig steilem und kräftezehrendem letzten Aufstieg sogar noch Zeit, uns auf dem Spielplatz auszutoben. Auf dem Schiff angekommen verlangte Tuck von uns, dass wir unsere Kajüten einmal gründlich aufräumten - was für eine Spassbremse! Wir taten es aber pflichtbewusst und erfreuten uns danach an einem Grillabend auf dem Aussendeck. Die Kapitänscrew konnte übrigens die Truhe auch auf dem Schiff nicht öffnen. Wir werden wohl morgen eine Lösung finden müssen.

Den Abend ausklingen liessen wir mit einem klassischen Pfadi-SingSong. Als der letzte Gitarrenakkord verklungen war und die letzte allmählich heisere Stimme ein letztes Mal gekratzt hatte, war es Zeit für die Piratensaga. Heute erzählte uns Kapitän Tuck davon, wie Hìdrìco seine Crew das Plündern lehrte. Er uns seine Crew führten der Nordsee das grausamste Elend zu, das es nur geben kann. Doch als der kleine Piraten-Waisenjungen Oswaldo von seinem Weltherrschaftsplan hörte, konnte er die anderen Götter rechtzeitig informieren. Terra und Atmos konnten den dritten Gott besiegen und das Übel war abgewendet.

Morgen werden wir nun alles daran setzen, die Truhe aufzukriegen. Um es mit einem alten Piratensprichwort zu sagen:

Nur der frühe Korsar wird die Truhe öffnen!